Hygieneregeln?

Jede Pommesbude müsste dichtmachen, hielte sie sich nicht an Hygieneregeln. Für Krankenhäuser sind es meist Empfehlungen, mehr nicht. Wie kann das denn sein?

Krankenhauspolitik ist Ländersache. Das ist das erste Problem. Es steht jedem Bundesland offen, ob es eine Krankenhaushygieneverordnung erlässt, die vorschreibt, die Richtlinie des Robert Koch-Instituts einzuhalten. Das haben bisher nur fünf Bundesländer getan: Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen.

Nun das zweite Problem.
Dreh- und Angelpunkt ist die Klinikleitung. Es geht nur mit den richtigen Personalstrukturen, und die müssen von der Leitung gelegt werden. In vielen Kliniken hat die Leitung aber überhaupt keine adäquate Ausbildung. Auch in den Aufsichtsräten sitzen hauptsächlich Menschen, die keine medizinische Ausbildung haben, dafür aber gute Kontakte zum Gesundheitsamt. “Es gibt Kliniken, die haben den Landrat im Aufsichtsrat sitzen, der gleichzeitig für das Gesundheitsamt zuständig ist.”

Das ist das dritte Problem. Im Prinzip wird jede Klinik vom zuständigen Amt überwacht. Die Ämter sind jedoch “überlastet” und “nicht ausreichend kompetent”.
Ein wirksames Rezept: die interne Kontrolle durch qualifiziertes Hygienepersonal in jeder Klinik.
Aber solange die Vetternwirtschaft funktioniert, wird es wohl so schnell keine Änderung geben.
Und das alles wieder zu Lasten der Gesundheit der Patienten.

Es geht auch anders…

Passend zum Thema Hygiene in Krankenhäusern möchte ich euch heute folgenden Beitrag eines Lesers nicht vorenthalten:

Heute mal ein Erlebnis zum Thema Sauberkeit im Krankenhaus.
Da lobt sich doch Asklepios auf Teufel komm raus in den Himmel. Sie setzen innovativ neue Maßstäbe und haben einen Service mit hotelähnlichem Ambiente.
Ich bin gerade im Mai diesen Jahres operiert worden und lag im Klinikum Nord.
Zu deren Verteidigung: Mein operierender Arzt und der Chefarzt der Abteilung waren einfach Klasse.
Denen würde ich jederzeit wieder mein Leben anvertrauen.
Jetzt kommt das große ABER:
Schon als ich mein Zimmer das erste mal betreten habe, war ich von dem spartanischen Ambiente total beeindruckt. Die wollten ja weg vom klinischen Weiß. Wie macht man das am einfachsten?
Lass einfach alles vergilben und verdrecken.
Vor der OP geh ich noch mal eben aufs Klo.
Schade, dass ich noch nicht narkotisiert war. Haare überall, runde Ecken, dreckige Toilette und die Dusche wollte ich auf keinen Fall benutzen.
Im Zimmer ging es weiter. Schmutziger Beistelltisch, der Kleiderschrank hat gemuffelt und ich hatte nicht einmal ein Kopfkissen.
Ich habe keinen Schimmer wie man sich in solch einer Umgebung von einer OP erholen soll, vor allem ohne sich was wegzuholen.
Und dann das Essen!!!!!! Ohne Worte. Ich bin eh schon schlank, knapp 55 Kg. Habe aber dort tatsächlich in 5 Tagen noch mal 3 Kilo abgenommen. Egal, man konnte durch die Bank weg nichts davon essen. Ich bin nicht verwöhnt, aber das grenzte schon an Körperverletzung.
Als ich wieder zu Hause war, bekam ich ja nach ein paar Tagen die Rechnung über das Krankenhaustagegeld. Wenn ich nicht eine Zusatzversicherung gehabt hätte, die das bezahlt, dann hätten die keinen Cent von mir gesehen. Die hätten froh sein können, dass wir nicht in Amerika sind.
Ich hätte die auf Millionen verklagt.
Tja, soviel zum hotelähnlichen Ambiente. Mit Sternen darf man das nicht bewerten.
Beim nächsten Mal noch viel mehr. Bis dahin.

Schutzhandschuhe tragen!

Heute möchte ich darüber schreiben, warum das Reinigen ohne Schutzhandschuhe so gefährlich ist. Ich wette, viele haben schon davon gehört oder fragen sich, ob tatsächlich die richtigen Handschuhe verwendet werden. Lesen Sie nun mehr:

Nitril-Handschuhe verwenden!
Wer zum Putzen billige Handschuhe aus Latex trägt, riskiert mit Pech schlimme Hautausschläge. In ihnen stecken äußerst viele allergieauslösende Stoffe. Außerdem durchdringen hautreizende Reiniger-Chemikalien noch dazu die dünne Gummihaut. Um dem nicht zum Opfer zu werden, sollten Sie Handschuhe aus Nitril tragen.

Das „Haut-Gift“ mit Namen Thiuram
Forscher aus Dresden haben in einer Studie die Krankenakten von 800 Reinigungskräften unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich, dass vor allem diejenigen mit Kontakt­allergien beschäftigt waren, die bei der Arbeit Latex-Handschuhe mit Thiuram trugen. Dieser Stoff reizt die Haut sehr stark und ruft Ekzeme hervor. Betroffene plagen sich mit heftigem Juckreiz, nässenden Bläschen und schuppiger sowie rissiger Haut.

Ebenso schädigen Inhaltsstoffe von besonders scharfen Reinigern die Haut – darunter sind die Chemikalien wie Formalydehyd, Glyoxal oder Benzalkoniumchlorid. Den besten Schutz dagegen bieten neben den Nitril-Handschuhen auch Handschuhe aus Polyvinylchlorid (PVC). Wer Geld sparen will, kauft sich am besten statt der Einmalhandschuhe das etwas teurere Mehrwegmodell. Die Gesundheit geht schließlich vor!

Ist Krankenhausreinigung so besonders im Gegensatz zur normalen Reinigung?

Definitiv ist sie das. Wenn es sich um Einrichtungen handelt, in denen Sauberkeit und Hygiene einen so wichtigen Stellenwert einnehmen wie in einem Krankenhaus sind Profi’s gefragt. Hier mal ein kurzer Einblick und Sie werden einen Eindruck davon bekommen, dass es kein Kinderspiel ist.

Zur täglichen Unterhaltsreinigung gehört natürlich nach der konventionellen Reinigung die Desinfektion. Das heutige Industrieangebot macht es möglich, auch Kombinationen von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln einzusetzen, so das Reinigung und Desinfektion in einem Arbeitsgang zu erledigen sind.

Das Bundesgesundheitsamt unterscheidet also Risikobereiche bei der Krankenhausreinigung:
1. Bereiche, die ganz besonders vor Infektionen geschützt werden müssen (z.B. Operationsabteilungen),
2. Bereiche, bei denen die Ansteckgefahr besonders hoch ist (z.B. Räume mit Patienten mit offenen Infektionsherden),
3. Bereiche mit eher geringen Infektionsmöglichkeiten (Ambulanz- und Verwaltungsräume).

Das Fachpersonal, das Ihre Gebäudereinigung in Krankenhäusern einsetzt, ist für das schwierige Aufgabengebiet in sensibilisiert. Die fachliche Ausbildung ist wichtig, denn abgesehen von Kenntnissen über die eigentliche Reinigungs- und Desinfektionspraxis sind Kenntnisse über mögliche Infektionsquellen, Keimverbreitungswege und Infektionsträger auf jeden Fall notwendig!
Nicht zu vergessen und wohl genau so wichtig wie die Reinigung an sich: Ständige Kontrollen.

Gründung von Servicegesellschaften.

Gründung von Servicegesellschaften in steuerlicher Organschaft

Die Bildung einer gemeinsamen Servicegesellschaft in steuerlicher Organschaft ist ein Weg zu höherer Effizienz, Reduktion der Kosten und damit Optimierung der Dienstleistungen für Krankenhäuser, Pflegeheime, Sozialstationen und im Gesundheitswesen. Neben der Einsparung der Mehrwertsteuer ergeben sich ähnliche betriebswirtschaftliche und organisatorische Vorteile wie im Falle des klassischen Outsourcings bei voller Kostentransparenz.